Das Thema Inklusion ist seit einiger Zeit in aller Munde. Neben der Unbestimmtheit des Inklusionsbegriffes auf der einen Seite scheint sich auf der anderen Seite eine Verengung der Debatte auf den Behindertenbereich durchzusetzen. Die Tagung der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) will sich hingegen mit der Breite eines Ansatzes beschäftigen, der auch pädagogisch auf Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt setzen will; dabei sollen kritische Anteile – z. B. zur Exklusion in der Jugendhilfe – nicht ausgespart werden.

Im Vordergrund der Tagung steht die Frage, was junge Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen für ein gelingendes, befriedigendes Leben benötigen. Über welche individuellen Fähigkeiten, strukturellen Rahmenbedingungen und Ressourcen muss ein Mensch verfügen können, damit er sein Leben erfolgreich gestalten kann?

Was muss die Gesellschaft aktiv zur Entwicklung all ihrer Mitglieder beitragen?
Wie kann ein inklusives Konzept ausgestaltet sein, das den Eigensinn der Menschen schützt?
Dabei gilt es, den Blick auf die Verfasstheit der Kinder- und Jugendhilfe und ihrer angrenzenden Felder zu richten: Nicht nur die Angebotsdifferenzierung schafft neue Zuständigkeitsprobleme und Ausgrenzungen, auch die Etablierung von Gruppen anhand von defizitären pathologischen Definitionen hat Exklusionsfolgen für die Adressat_innen.

Neben den programmatischen Diskussionen geht es insbesondere um Konkretisierungen auf der alltagspraktischen Ebene der Jugendhilfe. Getragen wird die Fachtagung – vor allem bei den Workshops – ganz wesentlich über die Aktiven der IGfH.

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